Queenstown–Hoch hinaus und doch ganz weit unten *Teil 1*


Meine nächste Station war Queenstown. Jeder den ich traf schwärmte von diesem Ort. Es führte also eigentlich gar kein Weg daran vorbei. Außerdem hatte ich ja noch mein größtes Ziel vor mir. Es war der Nevis Bungee Jump in der Nähe von Queenstown.

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Zunächst brauchte ich jedoch noch einen Schlafplatz. Man könnte denken, ich hätte aus der langen Zeit die ich schon auf Reisen war gelernt mir früher eine Bleibe zu suchen. Gerade dann wenn ich wusste, der Ort war beliebt. Doch wieder einmal wollte ich mein Glück herausfordern. Ich setzte mich in ein belebtes Restaurant und suchte im Internet nach freien Hostels. Wie naiv ich doch war…

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Ganz Queenstown war ausgebucht. Nicht ein einziges, bezahlbares Bett stand zur Verfügung.Verzweifelt klappte ich den Laptop zu und legte den Kopf in meine Hände. Was nun? Das Glück war mir wieder holt, denn kurz darauf sprach mich eine Gruppe Jungs aus Irland an, die mit mir am Tisch saßen. In ihrem Hostel sei auf jeden Fall noch ein Bett frei. Woher sie das wussten, war mir nicht klar, doch ich folgte ihnen in der Hoffnung einen günstigen Schlafplatz gefunden zu haben.

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Und tatsächlich. Ich bekam ein Bett in Queenstown. Da mir aber wirklich langsam das Geld ausging entschied ich mich, nur für eine Nacht zu bleiben und versuchte eine kostenlose Couch zu finden. Auch hier hatte ich wieder Glück. Bis zu meinem großen Tag in Nevis nächtigte ich bei einer Horde Argentinier, allesamt Köche. Sie wohnten zu zehnt in zwei kleinen Ferienhäusern. Ich fragte mich, wo noch Platz für mich sein sollte. Einer der Gastgeber öffnete auf mein Fragezeichen im Gesicht eine Luke im Boden des Hauses.

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Überraschung, Belustigung und ein leicht mulmiges Gefühl trafen mich  gleichermaßen hart, als er mir verkündete, ich würde im Keller schlafen. Im Keller also. Das war ja vom Ding her nichts neues für mich; war ja mein Zimmer bei meinen Eltern auch im Keller. Allerdings konnte man in meinem Zimmer stehen, es gab Tageslicht und es war beheizt. Nicht so in meinem neuen Kellerzimmer. Es war genaugenommen nur ein Loch mit Holzverkleidung.

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In der hintersten Ecke lag auf einem Podest eine Matratze. Das schwache Licht der Glühbirne reichte nicht mal bis zu dem davor hängenden Laken, welches wohl als Sichtschutz dienen sollte. Ich kann es nicht leugnen, mein mulmiges Gefühl wurde größer und das Mistrauen gegenüber den lustigen und netten Argentiniern wuchs. Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen und schleppte meinen Rucksack die schmale Treppe hinunter. Besser als nichts dachte ich mir und versuchte das Beste daraus zu machen. Ich würde einfach so wenig Zeit wie möglich in diesem Loch verbringen.

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Zwar ist Queenstown nicht besonders groß, doch trotz allem gibt es viel zu sehen. Ich begann mit einer Wanderung auf die Queenstown hills. Der Weg war steil und ich hatte meine Fitness doch leicht überschätzt. Trotzdem kam ich nach einer gefühlten Ewigkeit oben an und überholte auf meinem Weg sogar noch einige andere motivierte Wanderer. Der Ausblick war wieder einmal traumhaft. Das wunderbare Gefühl, den Berg bestiegen und auf die Fahrt mit der Seilbahn verzichtet zu haben, kam noch dazu. Das sollte ich wirklich öfter machen!

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