Rotorua–Kopf unter Wasser


Die restliche Reise verlief im Schnelldurchlauf. Keine langen Aufenthalte, viele Aktivitäten. Die verbleibende Zeit musste einfach so bunt und vielfältig ausgenutzt werden wie nur möglich. Nach meinem wundervollen Aufenthalt in Whitianga machte ich mich auf den Weg nach Roturua.

RotoruaRotorua Polynesian SpaRotorua

 

 

 

 

 

 

Als ich aus dem Bus stieg merkte ich noch nichts. Es ist immer spannend in einem fremden Ort anzukommen. Als ich jedoch ein paar Schritte gegangen bin, fiel es mir auf. Hier stinkt’s! Ich dachte, ich sei irgendwo reingetreten. So unauffällig wie möglich, begutachtete ich meine Schuhe. Nichts… Was war das dann? Die Auflösung folgte sehr schnell. Durch starke Geothermale Aktivitäten riecht es in ganz Rotorua nach Schwefel. Die Einheimischen sagen, man gewöhnt sich dran. Ich nicht…

Rotorua Kuirau ParkRotorua Kuirau ParkRotorua Kuirau Park

 

 

 

 

 

Trotz des penetranten Geruchs war ich fasziniert von den kleinen dampfenden Seen und den blubbernden, kochenden Schlammlöchern. Der Schlamm spritzte teilweise so weit, dass ich sogar hinter der Absperrung noch etwas davon abbekam.

Rotorua Kuirau ParkRotorua Kuirau ParkRotorua Kuirau Park

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt wollte ich unbedingt in eines der Thermalbäder der Stadt. Ich hoffte auf Schlammpackungen und Spielen im Matsch. Naja, ich wusste halt nicht was ein Thermalbad ist… Wahrscheinlich muss ich es gar nicht erklären, aber Thermalbäder sind einfach nur sehr, sehr warme Bäder. Für gewöhnlich dusche ich recht kalt, dementsprechend geschockt war ich, als ich in das extrem heiße Becken mit 42 Grad stieg. Ich dachte, ich fange augenblicklich an zu schmelzen oder dass mein Blut anfängt zu kochen. Ich hielt es fast 5 Minuten in dem Becken aus und sprang dann so schnell es ging unter die Eisdusche. Wenn man sich erstmal dran gewöhnt, ist es tatsächlich ganz angenehm.

Rotorua Polynesian SpaRotorua Polynesian SpaRotorua Polynesian Spa

 

 

 

 

 

 

 

Ich hatte zwei Tage in Rotorua geplant und die sollten natürlich voll ausgekostet werden. Ich entschied mich für White Water Rafting auf dem Fluss mit dem höchsten kommerziell befahrenen Wasserfall der Welt. Sieben Meter klingen nicht so viel, die Guides haben uns aber trotzdem ganz schön Bange gemacht.

Kaitiaki White Water RaftingKaitiaki White Water RaftingKaitiaki White Water Rafting

 

 

 

 

 

 

 

Wir wurden in 3 Gruppen aufgeteilt und wer hätte es gedacht, ich hatte die einzigen Deutschen in meinem Team. Zu diesem Zeitpunkt war es mir noch nicht klar, jedoch sollte ich noch einigen Kontakt zu deutschen Reisenden haben. Ob positiv oder negativ muss jeder für sich entscheiden. Ich jedenfalls fand es etwas nervig…

Kaitiaki White Water RaftingKaitiaki White Water RaftingKaitiaki White Water Rafting

 

 

 

 

 

Wir fuhren los und mir wurde tatsächlich ein bisschen mulmig. Unsere Guides machten natürlich nur Spaß, doch die Ansage, das über die Hälfte der Schlauchboote beim Wasserfall umkippten, schien ziemlich ernst zu sein. Ich ließ mir nichts anmerken und paddelte tapfer weiter. Es dauerte auch gar nicht lange, da kam schon das Achtung-Signal von unserem Guide. Der Wasserfall lag nun direkt vor uns. Ich hielt den Atem an. Das zweite Signal kam und wir packten alle unser Paddel schnell an unsere Seiten.

Kaitiaki White Water RaftingKaitiaki White Water RaftingKaitiaki White Water Rafting

 

 

 

 

 

Ich sah den Abgrund kommen und holte ein letztes Mal tief Luft. Wir fielen senkrecht den Wasserfall hinunter und das Boot tauchte auf einmal komplett unter Wasser. Ich verlor jegliche Orientierung und für eine Sekunde spürte ich einen leichten Anflug von Panik. Sofort tauchten wir wieder auf und die Freude noch am Leben zu sein, überkam scheinbar uns alle. Wir grölten und jubelten. Ich war wohl nicht der einzige Schisser im Boot. Smiley

Kaitiaki White Water RaftingKaitiaki White Water RaftingKaitiaki White Water Rafting

 

 

 

 

 

Der Rest der Fahrt war ein Kinderspiel. Die zwei Tage in Rotorua haben sich definitiv gelohnt. Als nächstes sollte es nach Lake Taupo gehen. Ich war schon gespannt auf die Aktivitäten dort.

Advertisements

Erzähl mir auch deine Gedanken!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s