Auckland–Bescheidene Planung


Nach meiner Nahtoderfahrung mit dem Schokoladenkuchen, freute ich mich schon sehr auf den nächsten Teil meiner Reise. Tief in mir drinnen wusste ich, es wird der letzte Teil. Zwar plante ich noch immer meinen Weg von Neuseeland nach Südamerika, doch ich musste der Wahrheit einfach ins Auge sehen. Ich hatte kein Geld mehr. Es nützte nichts. Ich musste jetzt einfach das Beste daraus machen.

Mein Flug ging von Brisbane nach Auckland. So weit so gut. Ich hatte extra mit meiner Bank telefoniert um sicherzustellen, auch wirklich noch genug Geld zu haben. Da der Rest meiner Planung, wie auch schon einige Male zuvor, eher spontan stattfand, hatte ich zum Zeitpunkt meiner Landung noch keine Ahnung wie es von hier an weiter gehen sollte.

Auckland AirportAuckland Airport

Zwar wusste ich, dass ich dank Janina, Flo’s Schwester, eine Unterkunft hatte. Jedoch hatte ich keine Ahnung wie ich dort hinkommen sollte. Noch dazu war es spät abends und die Schalter hatten geschlossen.

Janina hatte bereits ein Austauschjahr in Neuseeland verbracht. Sie war so nett und hat mir den Kontakt zu ihren damaligen Gasteltern verschafft, zu denen sie auch heute noch guten Kontakt hält. Carole, die Gastmutter, schrieb mir, ich solle einen Bus vom Flughafen bis nach Whitianga nehmen. Dort wohnen sie nämlich.

Da meine Planung ja mal wieder eher bescheiden war, suchte ich mir eine kleine Nische im Flughafengebäude und packte meinen Schlafsack aus. Ich wollte am nächsten Tag meinen Bus buchen und nach Whitianga fahren.

Die Nacht war kalt und laut und geschlafen habe ich auch nicht wirklich. Leicht gerädert packte ich meine Tasche am nächsten Morgen und ging zum Busschalter. Von der riesen Überraschung die auf mich wartete wusste ich noch nichts. Meine Kreditkarte funktionierte nicht! Ich hatte kein Geld! Ich fiel aus allen Wolken. Gerade 2 Tage zuvor hatte ich doch noch mit meiner Bank telefoniert. Ich nutzte das W-LAN des Flughafens und checkte meine Finanzen. Aus irgendeinem Grund, wurde nicht genug Geld auf meine doofe Pre-Paid Kreditkarte gebucht. Ich stand also wieder am Anfang.

Niedergeschlagen schrieb ich meinen Gasteltern eine SMS und sagte ihnen, dass ich wohl doch noch etwas später kommen würde. Carole konnte meine missliche Lage einfach nicht mit ansehen und rief ihre Schwägerin an, die zufällig mit ihrer Familie in Auckland wohnt. Ich hatte definitiv mehr Glück als Verstand!

Christie holte mich vom Flughafen ab und sagte mir, dass sie sich freute helfen zu können. Ich war mehr als nur dankbar nicht noch eine Nacht auf dem Flughafen schlafen zu müssen. Carole besorgte mir sogar ein Busticket und legte es für mich aus, sodass ich am nächsten Tag nur noch einsteigen brauchte.

Zunächst bekam ich von Christie jedoch eine erfrischende und belebende Dusche, eine leckere Mahlzeit und eine kostenlose Rundfahrt durch Auckland. Wenn ich schon hier war, sollte ich doch wenigstens auch etwas von der Stadt sehen. Sie fuhr eine Weile durch Auckland und erzählte mir einiges über die Stadt. Ab und zu hielten wir an und machten ein paar Fotos. Es war ein schöner Sommerabend, doch je länger wir unterwegs waren, desto schwerer fiel mir das zuhören. Ich wollte nur noch ins Bett.

AucklandAucklandAuckland

Advertisements

Erzähl mir auch deine Gedanken!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s