Honolulu-Böses Karma…


Am nächsten Tag wollte ich mich eigentlich wieder mit Mikko treffen. Nur leider verpassten wir uns ständig. Mein Handy funktionierte nicht und er hatte nur Internet wenn er irgendwo freies W-Lan fand. Trotz allem schafften wir es dann jedoch uns am Abend zu treffen. Mikko war mit einigen Leuten aus seinem Hostel in einer Tikibar und wartete dort auf mich.

Ich wurde zum Gespött der Runde, als ich mit meinem Rucksack in die Bar kam und an Mikkos Tisch Platz nahm. Das war mir aber egal. Ich hatte schließlich noch keinen Schlafplatz gefunden. Auf Hawaii scheint es eher schwierig zu sein, eine Couch zu finden.

An diesem Abend lernte ich Helena kennen. Sie machte eine 3 monatige Tour durch die USA und war mittlerweile schon am Ende. Der nächste Tag war ihr letzter und sie hatte auch schon einiges zu erzählen. Unhöflicherweise unterhielten wir uns die meiste Zeit des Abends auf deutsch, was mir jedoch um ehrlich zu sein echt mal wieder ganz gut tat.

Die anderen an unserem Tisch wollten ganz gerne noch was trinken und tanzen gehen. Wir gingen in einen Club, in dem Mädels zum Glück freien Eintritt hatten. Nach ca. 10 Minuten waren Helena, Mikko und ich nämlich auch schon wieder draußen. Wir entschlossen uns, an den Strand zu gehen und dort ein wenig zu chillen. Waikiki ist bei Nacht noch viel schöner als am Tag. Wahrscheinlich, weil der Überfluss an Touristen nicht mehr da ist.

Waikiki Beach

Helena meinte zu mir, ich könne in ihrem Zimmer im Hostel schlafen. Dort sei noch ein Bett frei und es stört sowieso niemanden ob ich nun dafür bezahlt hab oder nicht. Alles klar. Dann wäre dieses Problem also auch gelöst. Ich legte mich mit meinem Schlafsack auf das freie Bett und schlief dann auch recht schnell ein. Mitten in der Nacht musste eine unserer Mitbewohnerinnen ausziehen um ihren Flug zu erwischen. Leider machte sie dies nicht besonders leise. Oder zum Glück? Ich wachte auf und währenddessen bemerkte ich, dass mich etwas kribbelte. Bestimmt nur meine Haare. Aber am Bein? Ich zog den Schlafsack zur Seite und da sah ich dann das Unheil.

Mit einem großen Satz sprang ich aus dem Bett. Bettwanzen! Das waren tausende! Auf der Stelle begannen meine Arme und Beine an wie verrückt zu jucken. Nun war ich hellwach. Ich schüttelte meinen Schlafsack aus und suchte meinen kompletten Körper ab. Nichts mehr zu sehen. Es schüttelte mich noch ein paar mal mit einem eiskalten Schauer. Ich kletterte in das frisch verlassene Bett welches glücklicherweise noch ein Bettlaken auf der Matratze hatte. Ich suchte auch hier wieder jeden Zentimeter ab. Keine Bettwanze zu sehen. Nach diesem Schock wurde ich gefühlt alle 5 Minuten wach und suchte mit meiner Taschenlampe das Bett ab. Doch nichts zu sehen.

War das die Strafe dafür, dass ich mein Bett nicht bezahlt habe? Karma weiß alles!

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